‍EL MANGUITO In den unzugänglichen Wäldern der Sierra Maestra wurde 1956 Geschichte geschrieben. Damals tauchten Fidel Castro und Che Guevara hier unter, um die kubanische Revolution ins Rollen zu bringen. Das fern in den Bergen liegende Dorf El Manguito war einst eine große Gemeinde mit über 100 Häusern, einer funktionierenden Infrastruktur, Elektrizität und einem Sägewerk. Doch als das Sägewerk geschlossen wurde, zogen die meisten Menschen in größere Ortschaften. Mit der Emigrationswelle geriet nicht nur El Manguito immer stärker in Vergessenheit, sondern auch seine Bewohner. 

‍Abgeschnitten von der Außenwelt, ohne Stromversorgung und befahrbare Wege, leben hier zwölf Menschen. Idael, das Oberhaupt der Familie, seine Frau Nelcis, seine Kinder, Freunde und Brüder. Der Film begleitet die Familie in ihrem Alltag. Er nimmt den Zuschauer mit in eine fremde Welt und zeigt, wie tief verankert das sozialistische System in Kuba bis heute ist. Ein Lehrer kommt an fünf Tagen in der Woche nach El Manguito, um Idaels jüngsten Sohn zu unterrichten. Selbst an einem abgelegten Ort wie diesem, wird für Bildung gesorgt. Doch vieles Andere scheint vernachlässigt zu werden.


‍Dokumentarfilm, Kuba / 19 Min / Super 16 mm / 2017

‍Buch: Simon Rittmeier, Laurentia Genske 

‍Regie: Laurentia Genske 

‍Bildgestaltung: Simon Rittmeier

‍Schwarz-Weiß Fotografien: Laurentia Genske 

‍Schnitt: Tama Tobias-Macht

‍Schnittassistenz: Laurentia Genske 

‍Sounddesign, Mischung: Robert Keilbar

‍Setton: Laurentia Genske

‍Foleys: Konstantin Faust 

‍Farbkorrektur: Fabiana Cardala

‍Colorist: Mathias Lilie, Cine Postproduktion

‍Deutsche, Englische Untertitelung: Nina Willhardt 

‍Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln


‍Kino-Verleih: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen 

‍Fernsehausstrahlung WDR – „kurz und gut“: 29.09.2017 um 00:00 

‍Fernsehausstrahlung 3sat – 08.05.2018 um 23:45


‍Festivals / Preise

‍2023 - Short Monday, Kölner Filmhaus
2020 - FIFEQ, Ville de Québec, Canada

‍2020 - Cine Latino Tübingen 

‍2019 - Eureka Festival Universitario de Cine

‍2019 - Santiago Indie Film Awards, WINNER Best Documentary Short

‍2018 - Todos Somos Otros Festival Mexico

‍2018 - Verzio International Human Rights Documentary Film Festival

‍2018 - San Sebastian International Film Festival

‍2018 - Mexico Shorts Internationales Kurzfilm-Festival Mexico

‍2018 - der neue heimat film, Breest

‍2018 - Fest - New Directors New Films Festival Espinho

‍2018 - International Student Film Festival Sehsüchte

‍2018 - Grenzland-Filmtage Selb

‍2018 - Onion City Experimental Film and Video Festival Chicago

‍2018 - International Shortfilmfestival Bunter Hund Munich

‍2018 - Filmfestival Max Ophüls Preis

‍2018 - Dresdner Schmalfilmtage

‍2018 - WINNER fbw, Seal of Approval "highly recommended" 

‍2017 - Cineteca Monterrey, Nuevo León, Mexico

‍2017 - Kurzfilmfestival Köln

‍2017 - Blicke Film Festival

‍2017 - Kino Latino Köln

‍2017 - Lange Nacht des Politischen Kurzfilms, WINNER Cinémayence

‍2017 - Filmplus, WINNER Honorary Mention, Editing Promotional Award

‍2017 - International Short Film Festival Oberhausen, WINNER 3sat-Promotional Prize



‍Pressestimmen zum Film

‍"Die Regisseurin nähert sich den Bewohnern eines abgelegenen kubanischen Dorfes über Zeichnungen, Fotografien und oft stumme oder leise Filmbilder. Langsam, aber gezielt, bringt sie uns einer Familie und deren Ängsten und Sorgen näher und entfaltet über sie stellvertretend die Geschichte des Dorfes und des ganzen Landes. Laurentia Genske und ihr Kameramann Simon Rittmeier öffnen uns mit El Manguito einen Blick in eine fremde Welt – die unaufdringliche Nähe zu den Menschen und die klassische Erzählform ist Dokumentarfilm von seiner besten Seite." 

‍- Jurybegründung, 3sat Förderpreis


‍ "Laurentia Genske führt den Zuschauer in ihrem Kurzdokumentarfilm EL MANGUITO in einen Teil der Welt, den die Welt selbst scheinbar vergessen hat. Ohne große Erläuterungen oder einen Kommentar bringt sie das Schicksal von Idaels Familie näher, sie zeigt deren autarken Alltag und lässt sie selbst zu Wort kommen. Die Bilder der Berge und der dicht stehenden Bäume, die subtil mit dem Wechsel von Schwarz-Weiß und Farbe spielen, vermitteln die Abgeschiedenheit der Situation, dennoch ist eine große Nähe des Filmteams zur Familie spürbar. Der stetige Bezug zur Castro-Ära zeigt, wie tief die Verehrung die Menschen dort durchdringt und zeichnet somit auch ein hochinformatives Gesellschaftsbild Kubas. Ein beeindruckendes Porträt." 

‍- Deutsche Film- und Medienbewertung


‍ "EL MANGUITO – ein faszinierender Einblick in eine vordergründig fremde Welt, die dem Zuschauer nach nur 19 Minuten ungleich vertraut erscheint.« " 

‍- Jurybegründung, Lange Nacht des politischen Kurzfilmes, Cinémayence Mainz



LAURENTIA GENSKE

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